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 Dave Rasnick

Über AIDS in Südafrika

Konsequenzen aus der Internetdiskussion des Mbeki-Beratungspanels und Abschlußkommentar (2000)

Übersetzt von Jeanette Hefele


 

Was bedeutet das alles für Süd-Afrika ?

Die Antwort auf diese Frage sollten eigentlich die Süd-Afrikaner selbst geben. Doch da Präsident Mbeki die Mitglieder seines AIDS Advisory Panels die Ehre gab, mit ihm, seinen Ministern und der Bevölkerung Süd-Afrikas das, was wir über AIDS wissen, denken und in einigen Fällen glauben zu teilen, ist dies mein Angebot.

Die Südafrikaner haben ohne Zweifel eine wahre Katastrophe hinter sich. Diese Katastrophe heißt Apartheid. 50 Jahre lang wurden schwarze Süd-Afrikaner „weit außerhalb der weißen Städte untergebracht, oftmals ohne Strom oder fließendes Wasser, mit minderwertigen Bildungsmöglichkeiten und fast ohne Ressourcen und Rechte. Das Ergebnis war eine Kluft zwischen reich und arm, die in Süd-Afrika – mehr als irgendwo anders auf diesem Planeten – ins Unermessliche gewachsen ist“ (aus „The life and times of Thabo Mbeki“ von A. Hadland & J. Rantao, Zebra Press, S. 135, von 1999).

Doch kaum haben sich die Süd-Afrikaner aus der Tyrannei einer Minderheit im eigenen Land befreit (Apartheid), sind sie Opfer der Tyrannei einer Übermacht von außerhalb geworden (Mainstream-AIDS-Establishment). Fast täglich (zumindest in den USA und Süd-Afrika liest man in der Zeitung und hört in den Medien von der AIDS-Katastrophe – und diese Pandemie, diese Katastrophe findet in Afrika, und besonders in Süd-Afrika statt.

In diesen Berichten über die AIDS-Massenvernichtun werden wir mit mindesdtens 30 Millionen HIV-positiven Menschen konfrontiert. Mehrheit davon stammt aus Afrika. Die Behauptung, dass bis zu einem Viertel der süd-afrikanischen Bevölkerung mit HIV infiziert sein könnte, ist schockierend. Dennoch konnte letzten Mai niemand aus dem AIDS Advisory Panel eine Grobschätzung über das Ausmaß der AIDS-Katastrophe in Süd-Afrika abgeben – kein Regierungsbeamter, kein Mitglied der CDC, auch nicht Dr. Makgoba vom MRC, kein Wissenschaftler, Arzt oder sonst jemand. Als Peter Duesberg WHO-Daten in die Diskussion einbringen wollte, wurde dies vom Panel lautstark abgelehnt.

Seit dem Ende des ersten Treffens in Pretoria haben viele von uns versucht einzuschätzen, wie viele Menschen – wenigstens grob geschätzt – tatsächlich von der AIDS-Pandemie in Süd-Afrika betroffen sind. Doch ohne Erfolg.

Alan Whiteside versuchte, diese Zahlen zu liefern, doch Professor Geshekter wies darauf hin, dass „die von Whiteside zitierte merkliche Verschlechterung der Gesundheit in Afrika und die erhöhte Krankheitsrate überzeugend durch die Umweltbedingungen und durch Faktoren unabhängig von HIV erklärt werden können, denen viele Afrikaner seit den letzten 20-25 Jahren ausgesetzt sind“.

Geshekter verwies auf eine kürzlich durchgeführte Studie von John Iliffe in „East African Doctors: A History of the Modern Profession“ (Cambridge University Press, 1998), die aufzeigt, wie eine sich verschlechternde Wirtschaftspolitik (und nicht irgendein Regenwald-Virus) die klassischen Krankheitssymptome erzeugt – Fieber, anhaltender Husten, Durchfall und Gewichtsverlust – solche Symptome, die amerikanische Wissenschaftler im Jahr 1984 zu einer neuen und eindeutigen Krankheit (AIDS) durch ihre Erklärung, sie werde durch ein einziges Virus (HIV) entsteht, das auf sexuellem Weg übertragen werden kann, umdefiniert haben.

Solange man nicht genau weiß, was mit einer AIDS-Katastrophe und dessen Umfang gemeint ist, ist es sehr schwer zu wissen, wie man an die Prävention und Behandlung herangehen soll. Dennoch glaube ich, dass Thabo Mbeki bei seiner Rede vor der Nationalversammlung am 10. Juni 1997 die richtigen Maßnahmen vorgeschlagen hat, um gegen das, was auch immer in Süd-Afrika los ist, vorzugehen.

„Unsere Regierung wird nicht von der Politik der anhaltenden Entwicklung und Umwandlung abweichen, die immer noch die Basis für ein besseres Leben für alle und die Basis für eine totale Aufhebung der Rassendiskriminierung in unserem Land bieten.

Das soll unter anderem durch hohe Wachstumsraten in der Wirtschaft erreicht und erhalten werden und Voraussetzungen geschaffen werden, um die Wirtschaft unseres Landes in die Weltwirtschaft zu integrieren; es sollen neue Arbeitsplätze geschaffen werden; für Land, sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen soll gesorgt werden; es sollen Fortschritte gemacht werden, Hunger und Armut zu eliminieren; die Qualität und der Zugang zu Lehrmitteln, Wohlfahrt und medizinischer Leistung soll verbessert werden; bezahlbare und dauerhafte Energiequellen und erschwingliche Wohnunterkünfte sollen gesichert werden.“

In seiner „Two Nations“-Rede von 1998 beschreibt Mbeki die wahre Katastrophe Süd-Afrikas, welche durch das AIDS-Establishment in eine AIDS-Katastrophe umgewandelt wurde:

„Wenn es um die Aussöhnung und den Aufbau einer Nation geht, dann sind die materiellen Voraussetzungen unserer Gesellschaft ausschlaggebend. Diese haben jedoch unser Land in zwei Nationen aufgespalten: die eine davon ist schwarz, die andere weiß. Deshalb wagen wir es zu sagen, dass Süd-Afrika ein Land ist, das aus zwei Nationen besteht. Eine dieser Nationen ist weiß, relativ wohlhabend, ohne Rücksicht auf das Geschlecht oder geographische Verbreitung. Sie hat Zugang zu einer entwickelten Infrastruktur, in wirtschaftlicher und physischer Hinsicht, und auch im Hinblick auf Bildung und Kommunikation. Die zweite und zahlenmäßig größere Nation Süd-Afrikas ist schwarz und arm. Am schlimmsten betroffen sind die Frauen in ländlichen Gebieten.“

Mbekis „zweite und zahlenmäßig größere Nation Süd-Afrikas“ ist mittels „vorsichtig dosierter Amnesie“ umgewandelt worden in die AIDS-Katastrophe von Süd-Afrika. Die AIDS-Katastrophe „basiert“, ebenso wie die Apartheid, „auf einer Lüge“ und „kann nur aufrechterhalten werden, indem noch mehr Lügen in die Welt gesetzt werden“.

Mbeki hat gesagt, dass „es für die Wiederherstellung der Würde der Völker in Afrika notwendig ist, uns so gezielt und schnell wie möglich mit der Vorstellung zu beschäftigen, dass wir als Kontinent für immer dazu verurteilt sind, von mitleidiger Wohlfahrt abzuhängen, die die Freundlichen bereit sind in unsere Bettelschale zu werfen.“

Während der 70er wurde uns Amerikanern das „tragische Bild“ gezeigt „vom ausgemergelten Kind, das vor Hunger stirbt oder auf das sich heilbare Krankheiten verheerend auswirken, weil sein unterernährter Körper nicht stark genug ist, um sich gegen jegliche Krankheit zu wehren.“ In dieser Zeit haben wir Verpflegungspakete an diese afrikanischen Kinder geschickt. Heute zeigt man uns die selben Bilder aus Afrika, doch anstatt Verpflegungspakete zu versenden, schicken wir Kondome und AZT und predigen den Safe Sex.

In den 80ern wurde für Amerika eine AIDS-Katastrophe vorausgesagt. Dies traf nicht ein. Auch die Vorhersage einer AIDS-Katastrophe in Europa traf nicht ein. Ich vermute, dass die Behauptungen, dass es in Afrika, insbesondere in Süd-Afrika, eine AIDS-Katastrophe gibt, auch nicht wahr sind. Es hat noch keinen konkreten Beweis gegeben, der zeigt, dass es in Süd-Afrika eine AIDS-Katastrophe gibt. Ich könnte mich irren. Alles was ich verlange ist ein simpler Beweis für eine AIDS-Katastrophe in Süd-Afrika.

Zusammenfassend möchte ich mich so klar wie möglich ausdrücken. Was auch immer in Süd-Afrika geschieht ist kein AIDS. Das heißt:

  • Es ist nicht ansteckend.
  • Es wird nicht sexuell übertragen.
  • Es wird nicht durch HIV verursacht.
  • Es kann durch keine Anti-HIV-Medikamente behandelt werden.

 

Dave Rasnick


Abschließende Bemerkungen

Hierbei handelt es sich um meine persönlichen Gedanken, die ich mit jedem teilen will, bevor die Internet-Diskussionen enden, damit andere darauf antworten können, wenn sie es wünschen.

Der Internetaustausch hat sich genauso entwickelt wie ich es mir bei der Ankündigung am ersten Panel-Ttreffen Anfang Mai vorgestellt habe. Ich habe sogar vorausgesehen, dass die Mehrheit – also die, die der gängigen Meinung folgen, dass AIDS ansteckend ist und durch HIV ausgelöst wird – versuchen würden, unsere Fragen zu ignorieren: die Fragen einer Minderheit, die die gängige Auffassung von AIDS nicht akzeptiert.

Das fast absolute Schweigen der Mehrheit kam jedoch sogar für mich sehr überraschend. Ich dachte, die Mehrheit würde wenigstens aus dem anonymen NIAID-Dokument zitieren. Eine weitere Strategie, die ich vorausgesehen hatte war, dass die Mehrheit einen internen Diskurs führen und die Minderheit ignorieren würde. Aber das geschah leider nicht.

Doch das scheinbare Scheitern der Internet-Diskussion, welches das Interesse der Mehrheit auf sich ziehen sollte, war dennoch äußerst wichtig.

Oberflächlich gesehen scheint es, als ginge es hier um einen Kampf in Sachen AIDS zwischen den Andersdenkenden und der anerkannten gängigen Meinung. Doch es hat sich herausgestellt, dass es sich in Wirklichkeit um einen Kampf handelt, in dem es um die Gesundheit unserer Demokratien geht und darum, öffentlich diskutieren und debattieren zu können. Seit nun mehr als 200 Jahren ist bekannt, dass ein wahres Durcheinander in einer pulsierenden, gesunden Demokratie unvermeidbar ist. Das selbe gilt für pulsierende, gesunde Wissenschaft.

Kennzeichnend für totalitäre Regimes ist jedoch eine betont verschlossene Ordnung in Bezug auf Meinungen, Diskurse und Verhalten. Die Messlatte für das Durcheinander ist die Anzahl und Vielfalt der Diskurse und Debatten sowohl in einer Demokratie als auch in der Wissenschaft. Nimmt man diese Messlatte, dann zeigt sich, dass die Internet-Diskussion über AIDS von Seiten der Minderheit ein gesundes Durcheinander von Meinungen darstellt, während uns von Seiten der Mehrheit einheitlich Schweigen entgegen donnert.

George Orwell warnte uns davor, dass mächtige Institutionen unsere eigene Sprache nützen würden, um sie als Waffe gegen uns einzusetzen. Orwell lag sogar mit dem Datum richtig. Die AIDS-Sprache wurde auf einer Pressekonferenz am 23. April 1984 geboren. Humanes Immunodefizienz-Virus (HIV), AIDS-Test, HIV-Test, Viruslast– all das ist Schwindel. Von April 1984 bis jetzt hat die US-Regierung mit ihrer Macht, ihren Ressourcen und ihrem Prestige eine AIDS-Seuche erfunden, den Glauben daran aufrecht erhalten und diese Erfindung geschützt. Doch Amerika wurde nicht von dieser Seuche heimgesucht. Auch nicht Europa. Und seit dem ersten Panel-Teffen in Pretoria im letzten Mai beginne ich langsam zu glauben, dass auch Süd-Afrika nicht davon betroffen ist.

Der HIV-Irrtum war nicht das Ergebnis einer Verschwörung, aber eine unglückliche Konsequenz, die sich aus den Problemen im System der Institutionen der USA ergibt. Nur wenige Menschen wissen, dass es sich bei den US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und den National Institutes of Health(NIH) einschließlich des NIAID, die für AIDS verantwortlich sind, um militärische Organisationen handelt. Beispielsweise hat Anthony Fauci, der Direktor des NIAID, einen militärischen Rang und eine Uniform vorzuweisen. Sowohl die CDC als auch die NIH gehören zur ausführenden Gewalt unserer Regierung. Der oberste Chef ist Präsident Clinton.

Jeder Pfennig, der in die AIDS-Forschung fließt, wird überwacht von Anthony Fauci, der sich vergewissert, dass nur die „HIV-Gläubigen“ das Sakraent der Forschungsgelder bekommen. Alleine diese Tatsache erklärt, weshalb praktisch in keinem der über 100.000 wissenschaftlichen und medizinischen Berichte über AIDS daran gezweifelt wird, dass die Krankheit ansteckend sei. Wäre das der Fall, würden keine Forschungsgelder fließen und Forschungsergebnisse nicht veröffentlicht werden – so einfach ist das.

Vor einigen Wochen machte Präsident Clinton AIDS zu einer nationalen Sicherheitsangelegenheit. Diese Aktion ermöglichte, dass sich mindestens drei zusätzliche Institutionen des Bundes aktiv daran beteiligen konnten, die Fiktion einer globalen AIDS-Katastrophe aufrecht zu erhalten. Es handelt sich um das FBI (Federal Bureau of Investigation), die CIA (Central Intelligence Agency) und die NSA (National Security Agency).

Der Regierung Süd-Afrikas muss wohl nicht erst erklärt werden, dass die Einbindung von FBI, CIA und NSA unsere Demokratien stärker bedroht als HIV. Das Erstaunlichste ist für mich, dass sich herausgestellt hat, dass nicht getarnte Soldaten im Gänsemarsch die größte Bedrohung für unsere Demokratien sind, sondern die chronische Angst, die geschürt wird von Wissenschaftlern und Ärzten im weißen Kittel und ihren Kriechern in den Medien. Sie verschwenden jährlich Milliarden von Dollar aus Steuergeldern.

Abschließend will ich bemerken, dass ich mir darüber im klaren bin, dass es sich herbei um meine provokanteste, beunruhigendste und ohne Zweifel um am meisten verärgernde Äußerung handelt. Der HIV/AIDS – Irrtum begann bei einer Pressekonferenz 1984. Vielleicht wird er bei einer Pressekonferenz im Jahr 2000 in Süd-Afrika enden.

Dave Rasnick