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Die südafrikanischen Experimente

von Ilse Lass


Der Interimsbericht des AIDS Advisory Panel des südafrikanischen Präsidenten Mbeki wurde Anfang April veröffentlicht (s. www.aidspanelreport.com oder www.gov.za./reports/index.html). Neben einer Zusammenfassung der beiden Treffen enthält er Vorschläge für Experimente der Gremiumsmitglieder, mit denen verschiedene Punkte der HIV/AIDS-Theorie geklärt werden sollen. Dazu gehören die Tests, die AIDS-Definition für Afrika und die Medikamente, und letztlich geht es um die Frage: Wird AIDS tatsächlich durch HIV verursacht?

Die südafrikanische Regierung bleibt auch nach den beiden Treffen und dem Interimsbericht bei ihrer bisherigen AIDS-Politik, die auf der Prämisse basiert, daß HIV AIDS verursacht. Sie behält sich aber ausdrücklich vor, beim Vorliegen neuer Erkenntnisse ihre AIDS-Politik zu ändern. Die Ergebnisse dieser Experimente könnten genau das bewirken, und daß Mbeki Ende Februar öffentlich sein großes Interesse an deren Ergebnissen erklärt hat, läßt hoffen, daß sie auch tatsächlich durchgeführt werden.

Insgesamt wurden zehn Experimente entworfen. Die Versuche 1 bis 3 wurden von einer Gruppe vorgeschlagen, die aus AIDS-Kritikern und Vertretern der HIV/AIDS-Theorie besteht: Harvey Bialy und Peter Duesberg vertreten die AIDS-Kritik, Helene Gayle (Direktorin des National Center of HIV/AIDS and TB Prevention der Centers for Disease Control, USA) und Malegapuru Makgoba (Präsident des Medical Research Council, Südafrika) vertreten die HIV/AIDS-Theorie.

Die Vorschläge für die Versuche 4 bis 10 stammen von verschiedenen AIDS-Kritikern. Ihre Versuchsprotokolle stellen kein Gesamtkonzept dar, sondern spiegeln berufliche und persönliche Erfahrungen und Interessen der einzelnen Wissenschaftler und Ärzte wider. Daher gibt es Lücken und gleichzeitig - besonders bei den ELISA-Tests - Überlappungen.

  1. Qualitätsbewertung der HIV-Testung: Feststellung einer Basislinie und Validierung der HIV-ELISA-Testung in Südafrika
  2. Bestimmung der Robustheit der üblichen in Südafrika verwendeten HIV-ELISA-Tests
  3. Molekulare Leuchtfeuer
  4. Zeigen die meisten Menschen mit einer HIV-Infektion innerhalb von fünf (5) bis zehn (10) Jahren Zeichen von AIDS?
  5. Experimente zur Präadsorption und zur Virusisolation - Die Notwendigkeit eines Goldstandards für die Diagnose der HIV-Infektion
  6. Fragwürdige AIDS/HIV-Statisiken - Epidemiologie
  7. Vorgeschlagene Überprüfung der HIV/AIDS-Diagnose
  8. Untersuchung zur Feststellung der wirklichen Bedeutung der HIV-Tests
  9. Überprüfung der Zuverlässigkeit einer der wichtigsten Labormethoden, die zur Zeit verwendet werden, um HIV im Blut von seropositiven Menschen zu quantifizieren - unter Verwendung des Elektronenmikroskops
  10. Feststellung, was schädlicher ist - HIV oder Anti-HIV-Medikamente?


Der folgende Text enthält eine Zusammenfassung der im Interimsbericht beschriebenen Versuche und die Erklärung einiger technischer Details, um es einem breiteren Interessiertenkreis zu ermöglichen, sich über die Experimente zu informieren. Meistens wurde die gängige AIDS-Sprachregelung übernommen, weil dies sowohl das Schreiben als auch das Lesen der technischen Beschreibungen vereinfacht.
Der Text soll aktualisiert werden, wenn neue Informationen vorliegen.

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1. Qualitätsbewertung der HIV-Testung: Feststellung einer Basislinie und Validierung der HIV-ELISA-Testung in Südafrika

  Gruppe Bialy / Duesberg / Gayle / Makgoba (s.o.) 

Ausgangspunkt: In Südafrika wird zur Diagnose einer HIV-Infektion der Antikörpertest ELISA [1.1] verwendet.

Fragestellung: Gibt der ELISA unabhängig vom Ort dieselben Resultate?

Zur Durchführung werden ca. 2.500 Blutproben in Südafrika gesammelt. Sie stammen aus verschiedenen Regionen, die "das Spektrum von Hochrisiko- und Niedrigrisikogruppen sowie Proben mit hoher und niedriger Prävalenz" abdecken.
Die Proben werden in Südafrika (MRC) und den USA (CDC) mit dem ELISA getestet.

Als Kosten werden 75.000 US-$ angegeben, die vom südafrikanischen MRC und den CDC in den USA getragen werden.

Stand: Die Sammlung der Blutproben wurde im Dezember 2000 beendet, danach wurden die Proben in beiden Labors getestet. Die Ergebnisse wurden Anfang April von Gayle, Makgoba und Barry Schoub, dem Direktor des National Institute of Virology vorgestellt: Von 2.447Testergebnissen stimmten 2.445 (=99,9%) überein.

Die Bewertung von Gayle und Makgoba: dies seien "mehr als zufriedenstellende Resultate", die "die Position der 'orthodoxen' Wissenschaftler gegen einige der streitsüchtigeren Ansichten der Kritiker-Gruppe der Wissenschaftler" stützten. [1.2]
Dagegen meinen die AIDS-Kritiker Sam Mhlongo und Valendar Turner (s.u.): Wenn in verschiedenen Ecken der Welt nach demselben Rezept gekocht wird, komme dasselbe Gericht dabei heraus, die Übereinstimmung sei also nicht verwunderlich. [1.3]

Anmerkungen
[1.1] Abkürzung für Enzyme-linked Immunosorbent Assay. Der ELISA wird auf einer Mikrotiterplatte (Plastikplatte mit 96 Vertiefungen, in die jeweils 0,1ml Flüssigkeit gefüllt wird) durchgeführt. An die Wände der Vertiefungen werden Proteine gebunden, die z.B. zu einem Virus gehören. Das zu testende verdünnte Blutserum wird in die Löcher gefüllt und einen bestimmten Zeitraum dort belassen, um eine Bindung der Antikörper an die Proteine zu ermöglichen. Nach dieser Inkubation wird die Flüssigkeit mitsamt der nicht gebundenen Antikörper entfernt. Dann folgt die Inkubation mit den Konjugat-Antikörpern, die z.B. von einer Ziege stammen. Es sind Antikörper gegen menschliche Antikörper, an die ein Enzym gekoppelt wurde. Diese Konjugat-Antikörper werden ebenfalls einen bestimmten Zeitraum in den Vertiefungen belassen und binden an diejenigen Antikörper, die im ersten Inkubationsschritt eine Bindung mit den Proteinen eingegangen sind. Nachdem wiederum die Flüssigkeit mitsamt der nicht gebundenen Antikörper entfernt wurde, wird eine Substanz zugesetzt, die von dem Enzym am Konjugat-Antikörper in einen Farbstoff umgesetzt wird. Dessen Intensität ist meßbar. Ab einer bestimmten Farbinstensität ist ein ELISA posititv, d.h. es wurden Antikörper festgestellt, die an die angebotenen Proteine gebunden haben.
[1.2] Business Day 6.4.2001
[1.3] Außerdem wurde die Reproduzierbarkeit des ELISA untersucht, während die Kritiker bemängeln, daß der Western Blot, ein anderer Antikörpertest, nicht reproduzierbar ist - s.a. Eleni Papadopulos-Eleopulos: Is a Positive Western Blot Proof of HIV Infection

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2. Bestimmung der Robustheit der üblichen in Südafrika verwendeten HIV-ELISA-Tests

 Gruppe Bialy / Duesberg / Gayle / Makgoba (s.o.)

Ausgangspunkt: Der in Südafrika eingesetzte ELISA wird z.B. in Deutschland als "Suchtest" verwendet, da er sensitiv ist (er soll alle tatsächlich HIV-positiven Menschen identifizieren). Allerdings ist er auch wenig spezifisch (es wird in Kauf genomen, daß er auch einen Anteil falsch-positive Ergebnisse anzeigt, also Antikörper mißt, die nicht aufgrund einer HIV-Infektion entstanden sind, sondern kreuzreagieren [2.1]). Zur Korrektur wird hierzulande ein "Bestätigungstest" eingesetzt, um die falsch-positiven Resultate herauszufiltern. Diese Korrektur geschieht in Südafrika nicht, in der Gesamtheit der positiven Tests ist also sicher ein Anteil falsch-positiver enthalten.

Fragestellung: Welche Faktoren können zu einem falsch-positiven Test führen? [2.2]

Zur Durchführung werden Blutproben in Südafrika gesammelt: 100 von Tuberkulose-Patienten ohne vorheriges positives HIV-Testergebnis [2.3] und 100 von "'HIV/AIDS'-Patienten aus der am stärksten betroffenen Region" [2.4].
Die Blutproben werden im "wichtigsten Labor in Südafrika, das HIV-ELISA-Testung durchführt" unter Mitarbeit von Makgoba (s.o.) getestet.
Es wird untersucht, ob die Antikörper in den Patientenseren reagieren mit:

  • Antigen[2.5]-Präparationen der in Südafrika verbreitetsten Mykobakterien [2.6]

  • eine kommerziell erhältliche BCG-Präparation [2.7]

  • kommerziell erhältliche Antigene von HTLV-I und HTLV-II [2.8]

  • Antigen-Präparationen der häufigsten parasitären Infektionen in den Teilen Südafrikas mit hohem HIV/AIDS-Anteil, aus denen die Blutproben stammen.

  • Antigen-Präparationen der häufigsten viralen und bakteriellen (außer Tuberkulose) Infektionen in diesen Bevölkerungsgruppen

Teile des Serums jeder der 200 Blutproben werden für 2 Stunden mit den genannten Antigenen zusammengebracht. Danach wird ein HIV-ELISA durchgeführt, um festzustellen, ob sich die Menge der an die HIV-Proteine bindende Antikörper in den Serumproben durch die Vorinkubation verringert hat. Das würde bedeuten, daß diese Antikörper nicht spezifisch für HIV sind und der Test aufgrund anderer Erkrankungen positiv ausfallen kann.

Anmerkungen
[2.1] Da Antikörper nur einen kleinen Bereich bei anderen Proteinen erkennen (weniger als 10 Aminosäuren) und Proteine aus nur etwa 20 Aminosäurearten bestehen, findet sich eine Stelle, die zu einem bestimmten Antkörper paßt, auf verschiedenen Proteinen. Allerdings weiß normalerweise niemand, welche Proteine usprünglich die Bildung des Antikörpers angeregt haben und mit welchen Proteinen er nur kreuzreagiert.
[2.2] Ähnliche ELISA-Versuche mit anderen Antigenen sind Bestandteile der Experimente 5 und 7
[2.3]Diese Blutproben werden von Mhlongo (s.u.) - einem südafrikanischen AIDS-Kritiker - gesammelt.
[2.4] Diese Blutproben werden von Makgoba (s.o.) gesammelt.
[2.5] Antigene sind große Moleküle (z.B. Proteine), die die Fähigkeit haben, die Bildung von Antikörpern hervorzurufen (Antikörper-generierende Moleküle).
[2.6] Mykobakterien sind Stäbchenbakterien, am bedeutendsten Mycobacterium tuberculosis (Tuberkulose).
[2.7] BCG ist die Abkürzung von Bacille Calmette-Guérin, den Impfstoff gegen Tuberkulose. Es handelt sich um einen "lebenden Rindertuberkelstamm, der durch 230 Passagen auf Gallekartoffel seine Virulenz soweit eingebüßt hat, daß zwar noch d. tb. Primärkomplex am Orte d. Impfung entsteht, jedoch keine fortschreitende Tuberkulose." (Pschyrembel)
[2.8] Die HTLVs wurden - wie auch HIV - von Robert Gallo präsentiert und sollen eine Krebsart auslösen können. Ähnlich dubios ist auch diese Theorie - s.a. Peter Duesberg: Retroviruses as Carcinogens and Pathogens: Expectations and Realtiy

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3. Molekulare Leuchtfeuer

 Gruppe Bialy / Duesberg / Gayle / Makgoba (s.o.) 

"Südafrikanische HIV-Forscher" sollen sich die "Leuchtfeuer-Technologie" ("beacon technology" [3.1]) zunutze machen, und zwar zur Diagnose allgemein, aber besonders hinsichtlich der Tuberkulose, die gegen mehrere Medikamente resistent ist ("Multiple Drug Resistant Tuberculosis"). Dabei wird ausdrücklich "nicht vorgeschlagen, daß der Leuchtfeuer-Test als irgendeine Art von Goldstandard benutzt wird."
Die "Leuchtfeuer-Technologie" benutzt Oligonukleotide [3.2] einer bestimmten Anordnung (einer Nukleotidsequenz), die bei Vorhandensein einer komplementären Nukleotidsequenz in der zu untersuchenden Probe an diese binden können. Bei der Bindung wird ein Fluoreszenzfarbstoff (das "Leuchtfeuer") aktiviert, dessen Intensität meßbar ist.
In welchem Zusammenhang die Verwendung dieser Technologie mit den Versuchen zur Klärung offener Fragen bei AIDS steht, bleibt unklar: Nach der Einarbeitungs- und Prüfungszeit "werden ... Entscheidungen getroffen, in welchem Ausmaß und wie die Verwendung der Leuchtfeuer-Technologie für die Proben, die für die Qualitätsbestimmung der HIV-Testung (s.o. Vorschlag 1.) gesammelt wurden, produktiv ist."

Anmerkungen
[3.1] http://www.molecular-beacons.org
[3.2] Oligonukleotide sind kurze Ketten aus Nukleotiden. Aus Nukleotiden bestehen die Nukleinsäuren (von nucleus = lateinisch für Kern) DNA (Desoxyribonukleinsäure) und RNA (Ribonukleinsäure). Während z.B. die menschlichen Chromosomen aus DNA bestehen, haben Retroviren ein Genom aus RNA.

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4. Zeigen die meisten Menschen mit einer HIV-Infektion innerhalb von fünf (5) bis zehn (10) Jahren Zeichen von AIDS?

Peter Duesberg, Professor für Molekular- und Zellbiologie, Stanley Hall, University of California in Berkeley [4.1

Ausgangspunkt: Die Zeit zwischen einer HIV-Infektion und dem Ausbruch von AIDS soll 5-10 Jahre betragen. Danach wären gesunde Menschen an dem Tag, an dem sie positiv getestet werden, mindestens einen Tag und höchstens 5-10 Jahre vom Ausbruch von AIDS entfernt. Im Durchschnitt wäre AIDS bei ihnen in der Hälfte der Zeit, also in 2,5 bis 5 Jahren = 750 bis 1.500 Tagen zu erwarten. Bei einer Gruppe von 1.500 gesunden Menschen mit positivem Test sollten dann täglich eine bis zwei Neuerkrankungen auftreten (1.500 Menschen : 750 Tage bzw. 1.500 Menschen : 1.500 Tage).

Fragestellung: Enstehen in der zu erwartenden Häufigkeit AIDS-definierende Erkrankungen bei einer größeren Gruppe von HIV-Positiven - und fehlen diese Erkrankungen bei einer Kontrollgruppe von HIV-Negativen, die sich nur in dieser Eigenschaft von der Testgruppe unterscheidet?

Zur Durchführung wird eine Gruppe von 1.500 gesunden südafrikanischen Männern mit positivem Test angestrebt. Als Kontrolle sollte eine gleichgroße Gruppe mit negativem Test, aber ansonsten gleichen Charakteristika zur Verfügung stehen. In den Versuch werden nur Männer aufgenommen, die nicht unter Armut, Mangelernährung und unzureichenden sanitären Verhältnissen leiden [4.2]. Als Versuchspersonen kämen Männer in der südafrikanischen Armee und/oder der Minenindustrie oder in Regierungsinstitutionen in Frage.
Die Männer werden mit einem "konventionellen HIV-Test" getestet und alle zwei Monate werden sie selbst oder ihre Vorgesetzten angerufen, um herauszufinden, wie es ihnen geht. Beim Auftritt von AIDS-definierenden Erkrankungen sollte ein zweiter Test durchgeführt werden.

Dauer: Wenn die HIV/AIDS-Theorie stimmt, sollte bei einer Dauer von einigen Monaten bis zu einem Jahr in der Gruppe mit dem positiven Test eine Reihe von AIDS-Neuerkrankungen auftreten (pro Monat 30-60), während in der Kontrollgruppe keine derartigen Erkrankungen zu verzeichnen sein sollten.

Anmerkungen
[4.1] s.a. http://www.duesberg.com, http://www.virusmyth.net/aids/index/pduesberg.htm und "Ist das AIDS-Virus Science-fiction?"
[4.2] Diese Faktoren werden ausgeschlossen, da sie Erkrankungen hervorrufen können, die nach der in Afrika angewandten Definition eine AIDS-Diagnose erlauben.

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5. Experimente zur Präadsorption und zur Virusisolation - Die Notwendigkeit eines Goldstandards für die Diagnose der HIV-Infektion

Eleni Papadopulos-Eleopulos, Professorin für Medizinische Physik am Royal Perth Hospital, Australien [5.1]
Valendar Turner, Arzt am Royal Perth Hospital, Australien  

Ausgangspunkt: Die Tests zur HIV-Diagnose sind indirekte Tests. Mit ihnen werden keine Viren, sondern Antikörper gemessen, von denen lediglich angenommen wird, ihre Bildung sei durch HIV ausgelöst worden. Nicht einmal bei der Entwicklung der Tests wurde geprüft, ob aus dem Blut von Menschen mit einem positiven Antikörpertestergebnis tatsächlich auch HIV isoliert werden kann. Die Isolation eines Virus ist aber der "Goldstandard" für eine Virusinfektion. Hier ist als Isolation die vollständige Trennung von allem anderen (z.B. Zellen) gemeint, der eine genaue Charakterisierung folgt. In diesem Sinne wurde HIV bislang nie isoliert. [5.2]

Fragestellung: Welche Faktoren können zu einem positiven HIV-Test führen - und gehört HIV überhaupt zu diesen Faktoren?

5a) Präadsorption

Dieses Präadsorptions[5.3]-Experiment ähnelt dem unter 2. beschriebenen Versuch, hier werden aber eine Reihe anderer Proteine getestet (auch körpereigene) und das Experiment wird als Vorversuch für den Isolationsversuch gesehen.

Zur Durchführung werden ELISA-positive Serumproben benötigt.
Die einzelnen Serumproben werden aufgeteilt. Mit einem Teil jeder Probe wird der ELISA wiederholt und der Wert für die optische Dichte (OD) notiert.[5.4]
Der Rest der Serumproben wird mindestens eine Stunde vorinkubiert mit Proteinen von

  • Lymphozyten (Untergruppe der Leukozyten; Lymphozyten teilen sich wiederum im B- und T-Lymphozyten)

  • Samen (Sperma)

  • Escherichia coli (Bakterien, die in menschlichen Darm als Symbionten vorhanden sind)

  • Mycobacterium tuberculosis, das Tuberkulose-Bakterium

  • anderen Infektionserregern, die für die AIDS-Diagnose relevant sind.

Danach werden die Serumproben in einen HIV-ELISA überführt und die OD gemessen.

Auswertung: Ist die OD beim ELISA mit den vorbehandelten Proben geringer, haben die Antikörper an die angebotenen Nicht-HIV-Proteine gebunden. Dann gibt es die beiden Möglichkeiten: "a) Die Antikörper sind 'HIV'-Antikörper, aber sie kreuzreagieren mit Nicht-'HIV'-Proteinen; oder b) Die Antikörper sind Nicht-'HIV'-Antikörper. Daraus folgt, daß der Antikörpertest nicht dazu verwendet werden kann, eine 'HIV'-Infektion zu beweisen, es sei denn, die 'HIV'-Isolation (Reinigung) wird als Goldstandard eingesetzt, um zu beweisen, daß (a) der Grund ist und nicht (b)."

5b) Virusisolation

Durchführung: Es werden Kulturen angelegt mit Zellen "von Patienten, von denen behauptet wird, sie seien 'HIV'-infiziert (Testkulturen) und Patienten, von denen behauptet wird, sie seien nicht 'HIV'-infiziert (Kontrollkulturen)."

  • Der Zellkulturüberstand wird gesammelt, d.h. das Zellkulturmedium (eine Nährflüssigekeit, in der die Zellen gezüchtet werden) mit allen darin enthaltenen Bestandteilen.

  • Mit dem Zellkulturüberstand wird eine Dichtegradienten-Zentrifugation durchgeführt. Dafür wird ein Zentrifugenröhrchen mit Schichten von Sucrose[5.5]-Lösungen unterschiedlicher Konzentrationen (Dichte) gefüllt. Der Zellkulturüberstand wird auf die Sucrose gegeben und "viele Stunden mit sehr hoher Geschwindigkeit" zentrifugiert. Partikel gleicher Dichte sammeln sich in Banden, Retroviren sammeln sich in der Bande mit 1,16g Sucrose/ml. Diese Bande wird extrahiert und untersucht

Zur Auswertung wird diese Bande auf drei Arten untersucht:

  • Bei der elektronenmikroskopischen Untersuchung wird nach Partikeln der Größe und Form von Retroviren gesucht. Sie sollten nur in den Testkulturen vorhanden sein, nicht aber in den Kontrollkultuten. In den Testkulturen sollten zudem nur Partikel mit dem Aussehen von Retroviren zu finden sein und nichts anderes, denn erst dann wäre eine Isolation gegeben.

  • Bei der Proteinanalyse sollten in den Testkulturen nur HIV-Proteine zu finden sein. In den Kontrollkulturen sollten sie fehlen.

  • Bei der Nukleinsäureanalyse sollten in den Testkulturen nur die HIV-RNA zu finden sein. In den Kontollkulturen sollte sie fehlen.

Hintergrund: "Behauptungen, HIV sei isoliert (gereinigt) worden, wurden von Montagniers Gruppe 1983 und von Gallos Gruppe 1984 aufgestellt. Doch Montagnier räumte 1997 ein, daß seiner Gruppe keine Isolation (Reinigung) gelungen ist und seiner Meinung nach auch Gallos Gruppe nicht. Im selben Jahr bemerkten einige der besten Retrovirologen, daß niemand den Beweis für eine Isolation (Reinigung) eines bestimmten Retrovirus, HIV, erbracht hat. Die Isolationsversuche, wie sie von uns vorgeschlagen werden, werden endgültig beweisen, ob HIV isoliert (gereinigt) wurde und daraus folgend ob es ein Ding wie das humane Retrovirus HIV gibt."

Anmerkungen
[5.1] s.a. http://www.virusmyth.net/aids/index/epapadopoulos.htm
[5.2] s. http://www.virusmyth.net/aids/data/epreplypd.htm - Dieser Text ist eine Erwiderung auf Duesberg, der die HIV-Isolation aufgrund anderer - weicherer - Kriterien für erfolgt hält.
[5.3] prä = vor, Adsorption = "Anlagerung von Gasen od. gelösten Stoffen an der Oberfläche fester Körper" (Duden)
[5.4] Der ELISA wird über das Entstehen einer Farbreaktion ausgewertet, die als OD gemessen wird. Je mehr Antikörper an das Testprotein gebunden haben, desto höher ist der OD-Wert.
[5.5] Sucrose ist ein Zucker

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6. Fragwürdige AIDS/HIV-Statisiken - Epidemiologie

Gordon Stewart, emeritierter Professor für Public Health, Universität Glasgow, Großbritannien [6.1]  

Gordon Stewart, emeritierter Professor für Public Health, Universität Glasgow, Großbritannien [6.1]
Sam Mhlongo, Leiter der Abteilung für Familiemedizin und Primary Care, Medical University of South Africa, Südafrika
Christian Fiala, Arzt für Geburtshilfe und Gynäkologie, Wien, Österreich [6.2]
Charles Geshekter, Professor für Afrikanische Geschichte der California State Univeristy in Chico, USA [6.3]
Roberto Giraldo, Arzt für Innere Medizin, Infektions- und Tropenkrankheiten, New York City, USA [6.4]

Ausgangspunkt: Während in Nordamerika und Westeuropa die HIV/AIDS-Zahlen stagnieren bis rückläufig sind, sollen sie in den Ländern des Südens - und dort besonders in Afrika - enorme Zuwachsraten verzeichnen.

Fragestellung: Wie kommmen die HIV/AIDS-Statistiken weltweit - und speziell für Afrika - zustande?

Durchführung: "Die Antragsteller werden etwa 2-3 Tage in Genf verbringen müssen, Betreff: die UNAIDS-Daten."

Hintergrund: UNAIDS ist die AIDS-Organisation der UNO mit Sitz in Genf. Sie erstellt die offiziellen weltweiten HIV/AIDS-Statistiken. Die letzten Zahlen: 36 Millionen Menschen, die mit HIV leben (einschließlich der Kranken), davon 23.5 Millionen in Afrika und 1,46 Millionen in Nordamerika und Westeuropa. Im Jahr 2000 soll es 5,3 Millionen Neuinfektionen gegeben haben und seit dem Beginn vor 20 Jahren sollen insgesamt 56 Millionen Menschen infiziert worden sein - der Großteil von ihnen in Afrika. [6.5]

Anmerkungen
[6.1] s.a. http://www.virusmyth.net/aids/index/gstewart.htm
[6.2] s.a. http://www.virusmyth.net/aids/index/chrfiala.htm und "HIV/AIDS: Wie groß ist die Gafahr für Jugendliche?"und "Seit 20 Jahren leben wir mit HIV/Aids"
[6.3] s.a. http://www.virusmyth.net/aids/index/cgeshekter.htm
[6.4] s.a. http://www.virusmyth.net/aids/index/rgiraldo.htm
[6.5] Wiener Zeitung vom 19.4.2001 unter Berufung auf UNAIDS

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7. Vorgeschlagene Überprüfung der HIV/AIDS-Diagnose [7.1]

Gordon Stewart
Roberto Giraldo
Harvey Bialy, "Editor-at-Large" von Nature Bio/Technology, Mexico
Sam Mhlongo  

Ausgangspunkt: Die HIV-Diagnose wird in afrikanischen Ländern üblicherweise mit dem ELISA erstellt.
Zur AIDS-Diagnose gilt in Afrika die Bangui-Definition. Danach kann AIDS ohne weitere Tests nur aufgrund einer Zusammenstellung unspezifischer klinischer Symptome wie Husten, Fieber, Durchfall etc. diagnostiziert werden.

Fragestellung: Welche Faktoren können zu falsch-positiven Testergebnissen führen und wie korrelieren HIV- und AIDS-Diagnose in Afrika?

Durchführung: Von allen ELISA-getesteten Menschen, ob mit positivem, unklarem oder negativem Ergebnis, werden Daten über ihren Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Tests gesammelt. Die Testergebnisse werden dann diesen Kategorien zugeordnet:

  • Durch klinische Diagnose Vermutung auf AIDS

  • Durch Verhalten oder Kontakt mit AIDS-Risiko

  • AIDS-definierende Krankheit

  • AIDS oder AIDS-definierende Krankheit plus andere benannte Krankheiten oder Zustände

  • Andere Krankheiten oder Zustände ohne AIDS

Ein richtig-positiver HIV-Test wird hier als Test definiert, der bei Menschen nur mit AIDS-definierender Krankheit positiv reagiert.
Eine Erweiterung würde darin bestehen, Blutproben von allen Menschen mit AIDS-Diagnose im Krankenhaus und einer Kontrollgruppe mit dem ELISA zu testen. Bei positivem und unklarem Ergebnis wird dann untersucht, wie die Proben bei anderen Antigenen reagieren, z.B. bei diesen Herpesviren:

  • Zytomegalievirus

  • Herpes simplex-Virus

  • Varicella-Zoster-Virus (Windpocken und Gürtelrose)

  • Epstein-Barr-Virus (Mononucleosis infectiosa)

Außerdem sollen Kreuzreaktionen z.B. bei Schwangerschaft sowie disseminiertem Lupus erythematodes und andere Autoimmunkrankheiten untersucht werden.

Anmerkungen
[7.1] Die Versuchsbeschreibung wirkt etwas unklar und erweckt den Eindruck, daß ein Teil fehlt. Es wird so gut wie möglich versucht, den Ansatz zu beschreiben.

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8. Untersuchung zur Feststellung der wirklichen Bedeutung der HIV-Tests

Harvey Bialy, Roberto Giraldo  

Ausgangspunkt: Im Zusammenhang mit AIDS wurde eine Reihe von Tests etabliert, am bekanntesten sind die Antikörpertests ELISA und Western Blot. Seit einigen Jahren wird zudem ein Test durchgeführt, der bestimmen soll, wieviele HI-Viren im Blut von Antikörpertest-positiven Menschen vorhanden sind, d.h. er soll die "Viruslast" quantifizieren. Dies geschieht mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR). [8.1]

Fragestellung: Stehen die Testergebnisse in Relation "zum Grad der Exposition einer Person mit Stressoren oder oxidierenden Sustanzen"? [8.2]

Zur Durchführung werden Blutproben gesammelt von

  • gesunden Menschen vieler verschiedener Altersgruppen

  • Menschen aus "AIDS-Risikogruppen"

  • Menschen mit Erkrankungen, die nicht unter die AIDS-Definition fallen

  • Menschen mit AIDS-Diagnose

Die Blutproben werden mit dem ELISA und dem Western Blot getestet. Außerdem werden die Plasmaproben mit dem "Viruslast-Test für HIV" getestet.
Die Proben werden unverdünnt, in hoher Verdünnung und in einer Verdünnungsreihe zwischen diesen beiden Extremen eingesetzt.

Hintergrund: Giraldo war bei seiner Arbeit in einem Kliniklabor aufgefallen, daß für die Antikörpertests zum Nachweis von HIV (ELISA und Western Blot) im Vergleich zu anderen Antikörpertests eine ungewöhnlich hohe Verdünnung des Testserums vorgeschrieben ist. Er hatte die Gelegenheit, Versuche mit dem HIV-ELISA durchzuführen und stellte dabei fest, daß Serumproben, die bei dieser hohen Verdünnung negativ ausfielen, unverdünnt positiv waren. Weitere Versuche mit einer Verdünnungsreihe beim ELISA und mit dem Western oder dem Viruslast-Test konnte er in diesem Labor nicht durchführen. Er nimmt an, daß jeder Mensch solche Antikörper in sich trägt und meint, daß eine Erhöhung nicht durch HIV, sondern Stressoren und/oder oxidierende Substanzen verursacht wird. [8.3]

Anmerkungen
[8.1] Die PCR benutzt ähnlich wie die "Leuchtfeuer"-Technologie (s.o.) kurze Ketten aus Nukleotiden ("Primer"), die einem Teil der gesuchten Nukleotidsequenz z.B. eines Virus komplementär sind. Trifft der Primer in einer Probe auf das entsprechende Gegenstück in Form eines DNA-Einzelstranges, verbindet er sich mit ihm. Dadurch wird es der DNA-Polymerase (einem Enzym, das DNA synthetisiert) ermöglicht, ein weiteres Stück der DNA zu vervollständigen und es entsteht ein DNA-Doppelstrang. Dieser Doppelstrang kann wieder getrennt und mit den Einzelsträngen ein neuer Synthesezyklus begonnen werden. Mit jedem Durchgang kann die gesuchte DNA vervielfältigt werden. Im Gegensatz zur "Leuchtfeuer"-Technologie ist die PCR keine quantitative, sondern eine qualitative Methode. Auch Kary Mullis, der für die Erfindung der PCR den Nobelpreis erhielt, kritisiert die Verwendung der PCR zur Messung der Viruslast.
[8.2] Giraldo ist ein Vertreter der Theorie, daß AIDS bzw. eine Immunschwäche durch Stressoren (chemisch, physikalisch, biologisch, mental und ernährungsbedingt) und/oder oxidierende Substanzen ausgelöst wird. Er nimmt an, daß die Ergebnisse der Antikörpertests und der Viruslast-PCR die Exposition von Menschen gegenüber solchen Faktoren widerspiegelt. Sollte das der Fall sein "könnten die Tests für die Messung des individuellen Intoxikationsgrades gerettet werden."
[8.3] s. Roberto Giraldo: Ist jeder Mensch HIV-positiv? Ist irgend jemand mit HIV infiziert?

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9. Überprüfung der Zuverlässigkeit einer der wichtigsten Labormethoden, die zur Zeit verwendet werden, um HIV im Blut von seropositiven Menschen zu quantifizieren - unter Verwendung des Elektronenmikroskops

Etienne de Harven, emeritierter Professor der Pathologie, Universität von Toronto, Kanada [9.1]  

Ausgangspunkt: Die Messung der "Viruslast" ergibt oft Werte im Bereich von zehn- oder hunderttausenden. Diese Werte sollen der Menge der HIV-RNA-Kopien [9.2] pro Milliliter Blutplasma wiedergeben. Bei diesen hohen Werten sollte auch eine zumindest annähernd entsprechende Menge an HI-Viren - oder allgemeiner Retroviren - zu finden sein.

Fragestellung: Sind bei einem hohen Viruslast-Testergebnis tatsächlich Partikel mit dem Aussehen von Retroviren vorhanden - und fehlen sie bei einem neativen Testreultat?

Zur Durchführung wird fünf Menschen mit einem hohen PCR-Ergebnis und fünf Menschen mit einem negativen PCR-Ergebnis Blut abgenommen. Daraus werden durch Zentrifugation rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen entfernt. Mit einem Teil dieses Blutplasmas wird die PCR wiederholt, ein anderer Teil wird gereinigt:

  • Das Plasma wird leicht verdünnt und durch einen Filter mit einer Porenweite von 0,6 Mikrometer (0,0006 Millimeter) gegeben, das Filtrat wiederum durch einen 0,2 Mikrometer-Filter. [9.3]

  • Das erhaltene Filtrat wird ultrazentrifugiert, d.h. in einer Zentrifuge mit sehr hoher Umdrehungszahl zentrifugiert. Dadurch wird die Erdanziehungskraft, die auf die Probe einwirkt, um ein Vielfaches erhöht, im konkreten Fall um den Faktor 30.000. Kleinste in der Flüssigkeit enthaltene Partikel lagern sich am Boden des Zentrifugenröhrchens als Pellet ab.

  • Dieses Pellet wird dann für die Auswertung mit dem Transmissions-Elektronenmikroskop vorbereitet. [9.4]

Um festzustellen, ob es retrovirenartige Partikel im Plasma gab, die aber im Laufe der Reinigungsprozedur verlorengingen, werden einzelne Schritte mit PCR und Elektronenmikroskop auf deren Vorhandensein überprüft.

Auswertung: Nach der herrschenden Theorie sollten sich viele retrovirenartige Partikel im Blutplasma der Gruppe mit dem hohen PCR-Ergebnis mit dem Elektronenmikroskop finden lassen, in der Gruppe mit dem niedrigen PCR-Ergebnis dagegen keine. Die Partikel - falls vorhanden - sollen rein optisch nach Größe und Form ausgewertet werden, eine weitere Charakterisierung, ob es sich nun um HIV handelt oder nicht, ist nicht vorgesehen.

Dauer: Wenn sich die gewünschte Test- und Kontrollgruppe zur Verfügung stellt, "sollte der gesamte Zeitrahmen dieser Experimente 4 bis 8 Wochen nicht übersteigen." Bei nicht eindeutigen Ergebnissen wären weitere Versuche mit 10 Probanden erforderlich.

Die Kosten werden mit 5.000 US-$ für 10 Patienten angegeben.

Hintergrund: Das Ergebnis der Viruslast-PCR wird als Anhaltspunkt dafür genommen, wann mit der Kombinationsmedikation begonnen wird: ein hohes PCR-Ergebnis wird als hohe HI-Viruslast interpretiert, die zur Verordnung antiretroviraler Präparate führt. Auch die Wirksamkeit dieser Präparate wird am Auf und Ab der PCR-Ergebnisse festgemacht.

Anmerkungen


[9.1] s.a. http://www.virusyth.net/aids/index/edharven.htm
[9.2] HIV soll ein Retrovirus sein, das RNA enthält, wenn es sich im Blut befindet. Diese RNA soll mit dem Viruslast-Test festgestellt werden.
[9.3] Retroviren sollen einen Durchmesser von 100 bis 120 nm (0,10 bis 0,12 µm) haben; nm = Nanometer, µm = Mikrometer
[9.4] de Harven beschreibt die Methode, die er selbst angewandt hat: "Im Falle von RNA-Tumorviren, die jetzt Retroviren genannt werden, wurde der Beweis für eine Virämie im Blutplasma experimentell leukämischer Tiere (Hühner und Mäuse) vor mehr als 30 Jahren veröffentlicht. Eine äußerst effiziente Reinigungsmethode mit Ultrafiltration und Ultrazentrifugation von 1/1 mit heparinisierter Ringerlösung verdünntem Plasma ermöglichte es mir, dicht gepackte Retroviren mittels der Transmissions-Elektronenmikroskopie zu zeigen. Sie waren in Dünnschnitten von Pellets, die durch Zentrifugation des gereinigten Virus mit hoher Geschwindigkeit erhalten wurden und zeigten ganz klar, daß die Menge an verunreinigenden Zelltümmern bemerkenswert klein war". (s. Remarks on Methods for Retroviral Isolation) - Aufgrund seiner Erfahrung will de Harven selbst an der Versuchsdurchführung mitwirken und hat als Anforderungen an das Labor nicht nur die nötige Ausrüstung und erfahrenes Personal, sondern auch "ein freundliches Willkommen".

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10. Feststellung, was schädlicher ist - HIV oder Anti-HIV-Medikamente?

David Rasnick, Biochemiker, USA [10.1]
Claus Köhnlein, Arzt für Innere Medizin, Kiel, Deutschland [10.2]  

Ausgangspunkt: Während üblicherweise behauptet wird, HIV würde Menschen erkranken und sterben lassen und die gebräuchlichen HAART[10.3]-Medikamente seien krankheitsaufschiebend und lebensverlängernd, vertreten die Kritiker die entgegengesetzte Meinung: HIV sei - wenn überhaupt existent - harmlos und die HAART sei so griftig, daß daran Menschen erkrankten und stürben.
Bei Schimpansen ist es bisher lediglich gelungen, mit HIV-Präparationen einen positiven Test zu erzeugen: "Wir wissen schon, daß Schimpansen kein AIDS von HIV bekommen, weil 150 von ihnen seit 20 Jahren HIV-positiv sind, und sie sterben an Altersschwäche." (Rasnick[10.4])

Fragestellung: Bei welchen Tieren treten AIDS-definierende und andere Krankheiten auf und welche Tiere leben länger - die mit HIV oder die mit HAART?

Durchführung: Die Schimpansen werden eingeteilt in drei Gruppen von

  • 20 HIV-negativen, unbehandelten Tieren als Kontrolle

  • 20 Tieren, denen eine HIV-Präparation injiziert wird, die ansonsten aber wie die Kontrolltiere behandelt werden

  • 20 Tieren, denen eine HIV-Präparation injiziert wird und die dauerhaft mit den HAART-Präparaten behandelt werden

Dauer: 6 Monate

Hintergrund: Rasnick hatte einen analogen Versuch angeregt, bei dem er sich eine HIV-Präparation injizieren lassen wollte. Allerdings stellte sich von den HIV/AIDS-Vertretern niemand zur Verfügung, der die HAART-Medikamente nehmen wollte. Daher jetzt dieser Versuch mit den Schimpansen. "Sobald wir ihnen diese verdammten Medikamente geben, es bricht mir das Herz, aber sie werden erkranken und sterben ... Niemanden interessiert es, daß wir zehntausende Menschen mit diesen Medikamenten töten. Vielleicht, wenn man die Aufmerksamkeit auf diese armen Tiere lenkt, haben Menschen manchmal mehr Sympathie für Tiere als für Menschen." [10.4]

Anmerkungen
[10.1] s.a. http://www.virusmyth.net/aids/index/drasnick.htm
[10.2] s.a. "BSE / AIDS / Hepatitis C: Infektions- oder Intoxikationskrankheiten?"
[10.3] HAART = Highly Active Anti-Retroviral Therapy (hochaktive antiretrovirale Therapie), die 1996 eingeführte Behandlung mit Kombinationspräparaten
[10.4] New York Press 18.-24. April 2001

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